Do

12

Nov

2015

Discofox - Einfach, Zeitlos

Ein Tanz für alle Gelegenheiten


Neben den aktuellen Trendtänzen Salsa, Westcoast-Swing und Tango ist der gute alte (aber immer zeitlose) Discofox etwas in den Schatten geraten. Doch gerade jetzt erlebt dieser variantenreiche Tanz eine Renaissance. Im Zuge der 70er und 80er Jahre Remakes der Musikindustrie kommt der Discofox wieder zu seinen wohlverdienten Ehren. Kaum ein anderer Paartanz hat wie dieser sämtliche Modeerscheinungen der letzten Jahre überlebt. Einfach zu erlernen, führbar, variantenreich und tanzbar zu fast jedem aktuellen 4/4 Takt ist es der Tanz für jede Party schlechthin. Er passt sich jedem Musikgeschmack an vom deutschen Schlager a la Dieter Thomas Kuhn bis hin zu den aktuellen Chart Hits. Vom einfachen Grundschritt bis zu den wildesten Wickelfiguren ist der Discofox ein Klassiker bei dem es den Tänzern nie langweilig wird. Vom Beginner zum Könner ist es nur ein kurzer Weg. Mit etwas Übung gehört man recht schnell zu den „Profis“ auf der Tanzfläche. Und wer sicher tanzt hat auch die besten Chancen um gesellige Kontakte zum anderen Geschlecht zu knüpfen. 


Der Discofox ist eine Fusion vieler verschiedener Elemente aus anderen Tänzen. So kombiniert er die aus dem Foxtrott abgeleiteten Schrittmuster mit der klassischen Tanzhaltung, der Improvisationsfreiheit des Swing, den Drehtechniken der lateinamerikanischen Tänze, den Wickelfiguren der Salsa und den akrobatischen Figuren des Rock ’n’ Roll und Boogie Woogie. Die Vielfalt der Drehungen und Wickelfiguren ist nahezu unerschöpflich. Discofox ermuntert zu Kreativität auf der Tanzfläche – deswegen erweist sich der beliebteste und vermeintlich einfache Tanz schnell als anspruchsvoll und raffiniert.


Ob Tanzparty, Abiball oder Betriebsfeier - Discofox wird überall getanzt. Wer einfach einmal in einen Tanz „hineinschnuppern“ möchte, oder ein paar Tricks und Figuren speziell für die Diskothek oder Hochzeitsfeier benötigt, findet hier den passenden Tanzstil.

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Mi

04

Nov

2015

Warum ist der Wiener Walzer häufig der Eröffnungstanz bei Hochzeiten?“

Eine interessante Frage: „Warum ist der Wiener Walzer häufig der Eröffnungstanz bei Hochzeiten?“

 

Mehr als ein halbes Jahrhundert lang beeinflusste Königin Victoria die Politik, Regierungen und die Mode. Man könnte sagen, dass ihre Hochzeit die Vorlage für die traditionelle weiße Hochzeit ist, wie wir sie heute kennen. Königin Victoria wuchs sehr behütet auf und als sie Königin wurde, war man erstaunt darüber, wie energisch und kühn sie war. Sie verehrte Kunst und Musik. Eine ihrer großen Leidenschaften war der Tanz.

In der viktorianischen Zeit wurde Tanzen als sehr riskant erachtet. Die Tatsache, dass die junge Königin regelmäßig tanzte galt als Beweis für ihre Charakterstärke. Auf ihrem Hochzeitsempfang tanzte sie einen Walzer mit Prinz Albert. Neben dem weißen Hochzeitskleid (die Monarchen vor ihr heirateten traditionell in silber oder blau), Kindern auf der Hochzeitsfeier und Orangenblüten, wurde dieser Walzer die Vorlage als Eröffnungstanz für Braut und Bräutigam.

 

Die fließende, verträumte Wirkung der Walzer-Musik und die majestätische Eleganz des Tanzes sind die Grundlage für den Traum „einen Tag Königin zu sein“, den viele träumen, wenn sie an den perfekten Hochzeitstag denken. Sogar Walt Disney hat die Idee des romantischen, majestätischen Walzers geprägt und in unserer Erinnerung verankert. Wenn wir an Cinderella denken, die zur Musik „Someday My Prince will come“ mit Prinz Charming durch den Raum schwebt oder unsere Töchter an Belle denken, wie sie in „Die schöne und das Biest“ tanzt, möchten viele Bräute mit dem Mann ihrer Träume durch den Raum schweben.

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Mi

28

Okt

2015

Gut und sicher Tanzen lernen

Ob es sich um Standard/Latein, Salsa, Swing oder Tango Argentino handelt, jeder der Tanzen lernen, oder sein Tanzen verbessern möchte, hat im allgemeinen die Wahl zwischen Gruppenunterricht und Privatstunden.

Die meisten Tanzschulen und Tanzlehrer bieten sowohl Privatstunden als auch Kurse für Gruppen an. Welche Vor- und Nachteile haben private Tanzstunden? Lohnen sich die höheren Kosten von Privatunterricht?


Vor- und Nachteile von privaten Tanzstunden

Privatunterricht bietet Einzelpersonen oder Paaren individuelles Lernen oder Verbesserung an. Die Vorteile privater Tanzstunden sind:


  • Die ganze Aufmerksamkeit des Tanzlehrers.
  • Die größere Möglichkeit, Antworten auf Fragen, Anliegen oder Hilfe bei Problemen zu erhalten.
  • Schnelleres Lernen auf Grund direkter Korrekturen.
  • Möglichkeit für den Lehrer die Technik von Haltung oder den Rhythmus zu verfeinern.
  • Größerer Hinwendung zu persönlichen Feinheiten und Stil.
  • Die Zeit die man gemeinsam als Paar verbringt (besonders bei Hochzeitsvorbereitung)
  • Die Lerninhalte und Ziele sind individuell bestimmbar.
  • Man kann die Zeiten und Lerngeschwindigkeit besser an seinen Terminplan anpassen.

Es gibt allerdings auch Nachteile:


  • Im Vergleich zu einer Gruppenstunde die höheren Kosten.
  • Relativ teuer um nur Grundlagen zu lernen oder zum Ausprobieren.
  • Obwohl es Spaß macht, fehlt die gesellschaftliche Atmosphäre einer Gruppe
  • Auf Grund der Abwesenheit anderer Tänzer ist es schwieriger um die Tanzpraxis auf einer vollen Tanzfläche zu üben.


Vor- und Nachteile von Gruppenunterricht

Für viele Tänzer ist der Tanzkurs meistens der erste Einstieg in die Welt des Paartanz. Er bietet eine Anzahl von Vorteilen wie zum Beispiel geringere Kosten pro Stunde und die gesellschaftliche Atmosphäre. Andererseits gibt es aber auch Nachteile. Die Aufmerksamkeit des Lehrers dehnt sich auf eine größere Gruppe aus, weshalb die persönliche Betreuung geringer ist wie es für einige Tänzer wichtig wäre. Personen die schüchterner oder unsicher sind erleben häufig mehr Stress und größere Anforderung in einer Gruppensituation.


Vorteile von Gruppenunterricht sind:


  • Die Kosten sind erschwinglich und normalerweise günstiger als Privatstunden.
  • Da der Unterricht regelmäßig über einen längeren Zeitraum stattfindet vereinfacht es die Planung.
  • Tanzunterricht in der Gruppe sind eine gute Möglichkeit in kurzer Zeit verschiedene Tänze und Tanzstile kennenzulernen.
  • Im Rahmen eines Kurses lernt man auch etwas über die Etikette beim Tanzen und erwirbt Fähigkeiten sich auch auf vollen Tanzflächen zu bewegen.
  • Man hat die Wahl mit einer Anzahl unterschiedlicher Partner zu tanzen und dadurch das Führen- und sich führen lassen zu verbessern.
  • Die gesellschaftliche Atmosphäre in der Gruppe macht Spaß.
  • Man trifft Menschen mit gleichen Interessen und schließt leicht neue Bekanntschaften.
  • Man hat die Möglichkeit auch von anderen Paaren abzuschauen und sich zu motivieren.

Die Nachteile von Gruppenunterricht sind:


  • Dadurch das der Tanzlehrer mit einer größeren Gruppe arbeitet, erhält nicht jeder Teilnehmer die ausreichende, individuelle Aufmerksamkeit.
  • In einer Gruppe kann es passieren das man seinen Fortschritt oder seine Schwächen zu sehr mit anderen vergleicht. (Leistungsdenken)
  • Schüchterne Kursteilnehmer können in einer Gruppe gestresst oder überfordert sein.
  • Tanzpartnerwechsel kann auch zu Stress oder Unzufriedenheit führen.


Privat- oder Kleingruppen

Einige Tanzschulen und Tanzlehrer bieten auch die Möglichkeit von privatem Gruppenunterricht (häufig im Kreis von Freunden und Bekannten oder Kollegen) an. Diese werden meist selbst organisiert und verbinden die Vorteile von Privatstunden bzw. Gruppenunterricht:


  • mehr individuelle Aufmerksamkeit.
  • den Teilnehmern angepasstes Lerntempo.
  • die Wahl sich auf einen bestimmten Thema oder sich auf ein bestimmtes Niveau zu konzentrieren.
  • die Möglichkeit sich speziell gemeinsam auf ein bestimmtes Event oder Tanzereignis vorzubereiten (z.B. Ball, Feier, Hochzeit)


Eine weitere Variante kann eine Kombination zwischen Privat- und Gruppenunterricht sein. Sowohl Privatstunden als auch Tanzkurse bieten viele Vorteile um gut und sicher Tanzen zu lernen. Einige Tanzstudios und -schulen haben auch Angebote um beide Möglichkeiten zu nutzen. Diese Angebote sind auf die Bedürfnisse von Paaren oder Einzelpersonen zugeschnitten und berücksichtigen:


  • Ihre persönliche Lerngeschwindigkeit
  • Welche Tänze Sie lernern möchten
  • Welches Niveau sie erreichen möchten
  • Den spezifischen Unterricht um das Ziel zu erreichen
  • Wieviel Zeit und Geld sie investieren möchten


Eine weitere Möglichkeit, mit mehreren Paaren zu tanzen, vielleicht auch mal mit anderen Tanzpartnern, fröhliche Gruppenatmosphäre zu erleben ist einen öffentlichen Übungsabend einer Tanzschule oder eines Tanzstudios zu besuchen.


Die Mischung von Gruppenuntericht (auch halb-privater oder Kleingruppen), Privatstunden und Tanzpartybesuchen schafft in kurzer Zeit das größtmögliche Tanz- und Erfolgserlebnis.

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Fr

23

Okt

2015

Hochzeitstanz-Choreographie einstudieren? – Oder lieber frei tanzen?

Einen ungewöhnlichen Hochzeitstanz zu kreieren, um die Gäste zu überraschen - vielleicht sogar zugeschnitten auf die Bedeutung Ihres Songs – das klingt zunächst wie die perfekte Lösung für Ihren besonderen Tag. Auf YouTube findet man jede Menge Video-Clips mit Brautpaaren, die viel Kreativität und Arbeit investiert haben, um eine begeisternde Show auf die Tanzfläche zu bringen. Wiener-Walzer-Eröffnungen, die einem Opernball zur Ehre gereichen, ein Langsamer Walzer, der plötzlich in HipHop-Moves übergeht, oder energiegeladene Salsa-Shows kombiniert mit Kostümwechseln. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Mit Sicherheit sind dies Momente, die allen in langer Erinnerung bleiben.

 

Sie können mit einem guten Tanzlehrer eine Choreographie erarbeiten, die einzigartig ist. Es gibt sogar schon fertig vorbereitete feste Folgen für bestimmte Songs. Allerdings sollten Sie beide Lust, Laune und auch genug Zeit mitbringen. Die Entwicklung von Idee, Musikauswahl und -schnitt, das Entwerfen der Choreographie und vor allem das Einstudieren brauchen viel Zeit. Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, sollten Sie frühzeitig mit dem Üben beginnen, damit der Auftritt auch sicher und routiniert klappt. Rechnen Sie je nach tänzerischer Begabung und Vorerfahrung mit drei bis sechs Monaten Vorlaufzeit.

 

Aber denken Sie vorher nochmal einen Moment in Ruhe darüber nach: Feste Tanzfolgen können selbst erfahrenen Tänzern viel Arbeit bereiten, ganz zu schweigen von jemandem der mit dem Tanzen erst beginnt. Eine Hochzeitstanz-Choreographie einzustudieren, bedeutet einer ohnehin hektischen Zeit weiteren Stress hinzuzufügen. Das Üben und die Ausführung einer festen Folge erfordert ein hohes Maß an Konzentration, insbesondere für Tanzanfänger. Deshalb wirkt das Getanzte dann häufig steif und weniger natürlich.

 

Bedenken Sie auch das eine fest einstudierte Choreographie nach der Hochzeit schnell vergessen ist und nur dann und wann mal wieder beim Anschauen auf ihrem  Hochzeitsvideo als Erinnerung auftaucht. Wenn Sie jedoch die Grundschritte und einfache Figuren in einem Tanz gelernt haben können Sie diese auch bei anderen schönen Tanzgelegenheiten anwenden und vielleicht sogar als Basis für andere Tänze nutzen. Eine Investition die ihnen in in ihrem gemeinsamen Eheleben bestimmt viel Freude bereiten wird.

 

Daher mein Tipp, insbesondere für Tanzneulinge, um Ihren Hochzeitstanz entspannt zu genießen und dennoch Ihre Gäste zu begeistern: Lernen Sie frei zu tanzen! Ob Sie es glauben oder nicht - es ist viel einfacher, richtig führen und folgen zu lernen als eine Folge einzustudieren. Die Zeit, die nötig ist, um sich eine Choreographie einzuprägen, können Sie besser dazu nutzen, im freien Tanzen routinierter zu werden. Ein Hochzeitstanz muss nicht kompliziert sein um gut auszusehen. Suchen Sie sich zunächst mit Ihrem Tanzlehrer den Tanzstil aus, der zu Ihrem Lied passt (z.B. Foxtrott, Walzer, Rumba, Discofox usw.). Lernen Sie zu diesem Tanz den entsprechenden Grundschritt, einfache Drehungen und Kombinationen. Konzentrieren Sie sich auf diese Schritte, bis Sie damit ganz vertraut und sicher sind. Üben Sie zu Ihrem Song und anderen Titeln mit ähnlichem Rhythmus und Tempo.

 

Wenn Sie dann auf Ihrer Hochzeitsfeier ihren Tanz aufs Parkett zaubern, werden Sie sich wohlfühlen. Werden Sie jede musikalische Pause und jeden Höhepunkt in Ihrem Lied erwischen? Sicher nicht. Wird es jemand bemerken? Ganz bestimmt nicht. Was man allerdings sehen wird ist, dass Sie auf der Tanzfläche sicher und natürlich wirken. Das wird einen emotionalen Eindruck hinterlassen und Sie werden überrascht sein, wie sehr ein einfacher, aber stilvoller Tanz beeindrucken kann. Es ist ein wundervoller Moment für die Gäste, einem glücklich lächelnden Ehepaar beim Hochzeitstanz zuzusehen.

 

Hier noch ein paar kleine Tricks die ihren Hochzeitstanz wie choreographiert wirken lassen: Eine einfache Möglichkeit ist es, sich zu überlegen wie sie ihren Tanz eröffnen und beenden möchten. Machen Sie sich mit Ihrem Partner, oder zusammen mit ihrem Tanzlehrer Gedanken wie Sie als Paar auf die Tanzfläche kommen. Ob dabei die Musik schon läuft oder der Song erst beginnt wenn Sie auf der Fläche stehen. Überlegen Sie sich eine schicke Drehung, eine passende Pose oder Umarmung am Ende der Musik. Und dazwischen tanzen Sie einfach und entspannt was Ihnen in den Sinn kommt. Sie möchten es noch etwas individueller? Vielleicht hat ihr Song einen Break oder ein Crescendo? Dann können Sie an dieser Stelle eine besondere Drehung oder schicke Pose einfügen. Das ist allerdings rein optional. Das Wichtigste ist das Sie Spaß am Tanzen haben und entspannt und natürlich aussehen. Denn dieser besondere Augenblick wird sicher von einigen Gästen im Bild festgehalten.

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Di

20

Okt

2015

Wie wählt man den passenden Song für den Hochzeitstanz?

Die Zeiten als nur der klassische Wiener Walzer hierzulande als der traditionelle Hochzeitstanz galt sind längst vorbei. Heute können Sie zu jeder Stilrichtung tanzen, die Ihrem Gefühl und Ihrer Stimmung entspricht; sei es zu HipHop, Rock'n Roll, Salsa, Tango oder aktueller Popmusik. Selbst Heavy Metal ist denkbar. Egal für welchen Stil Sie sich entscheiden, es ist wichtig, dass Sie sich damit wohlfühlen und gut aussehen. Die Auswahl der passenden Musik trägt enorm zur Stimmung der Feierlichkeiten bei und dazu, wie einfach oder anspruchsvoll Ihr Eröffnungstanz wird. Die Wahl liegt bei Ihnen, und ein erfahrener Tanzlehrer kann zu fast jeder Musikrichtung einen passenden Tanz erarbeiten, der zu Ihren Wünschen und Fertigkeiten passt.

 

Die Auswahl der passenden Musik für den Hochzeitstanz kann eine Herausforderung darstellen. Für viele Paare ist klar – wir möchten auf „unser“ Lied tanzen. Sollten Sie bis jetzt jedoch noch kein solches Lied gefunden haben, wo fängt man dann am Besten mit der Suche an? Es gibt zwei Aspekte, denen man bei der Wahl des passenden Hochzeitsliedes Beachtung schenken sollte. Zum einen: Hat der Song eine besondere Stimmung, eine bestimmte Musikrichtung, die Sie mögen, oder einen Erinnerungswert für Sie? Die andere Frage ist, ob sich auf das Lied auch gut tanzen lässt - und diese Frage stellt sich auch denn, wenn Sie schon „Ihr“ Lied haben (siehe TIPP).

 

Man kann die Auswahl von beiden Seiten angehen. Viele Paare wählen ein Lied, das sie besonders mögen, und tanzen dann etwas dazu Passendes. Andere haben schon eine bestimmte Vorstellung, welchen Tanzstil Sie gerne tanzen möchten, und suchen sich den dazu passenden Song.

Folgen Sie den drei goldenen Regeln, und Sie finden sicher das zu Ihnen passende Lied innerhalb kurzer Zeit.

 

1. Entscheiden Sie gemeinsam

Sie werden sich immer an Ihren Hochzeitstanz erinnern; deshalb sollten Sie ein Lied wählen, das Sie beide verbindet. Denken Sie dabei vielleicht an so etwas wie einen Titelsong, der zu Ihrer Beziehung passt. Eine wichtige Frage, die Sie sich bei der Auswahl ihres Hochzeitsliedes stellen sollten, ist: "Welche Bedeutung hat dieses Lied für uns?" Die wichtigste Regel lautet: Der Song soll eine persönliche Wahl von Ihnen sein. Übernehmen Sie nicht einfach den Vorschlag ihrer besten Freundin oder den von Tante Frieda. Nur weil die eine auf YouTube ein tolles Video gesehen hat oder die andere bei ihrer Hochzeit zu einem Walzer von Doris Day über die Fläche geschwebt ist, heißt das noch nicht, das dieses Lied auch zu Ihnen passt. Es ist Ihr Moment, Ihre Hochzeit und Ihre Erinnerung!

 

Hier sind ein paar Fragen, die für Sie bei der Auswahl hilfreich sein können: Erinnern Sie sich an ein Lied, das spielte, als Sie sich das erste Mal begegnet sind? Gibt es ein Lied, auf das Sie das erste Mal zusammen getanzt haben? Gab es ein Lied, als er um Ihre Hand angehalten hat? Wie war es, als Sie das erste Mal „Ich liebe Dich!“ gesagt haben? Was ist mit dem Soundtrack oder einer Szene eines Films, den Sie sich gemeinsam angeschaut haben? Gibt es vielleicht ein Lied, bei dem Sie beide lächeln wenn Sie es hören? Eine Urlaubserinnerung? Wenn Sie über die Antworten nachgedacht haben, haben Sie vielleicht schon ein paar Ideen für Ihr Hochzeitstanz-Lied bekommen...

 

2. Vergessen Sie nicht, dem Text des Liedes Beachtung zu schenken

Oft entscheiden sich Paare für ein Lied ohne sich den Text genauer anzuhören oder diesem Beachtung zu schenken. Es ist erstaunlich wie viele Songs sehr romantisch und liebevoll klingen, inhaltlich aber von Herzschmerz und Trauer handeln. Es gibt Listen mit Hochzeitsliedern, die nur nach Popularität ausgewählt sind. EIn Beispiel dafür ist der Hit "I will always love you" von Whitney Houston. Jedes Jahr gehört dieser Song zu den Top 20 der meist gespielten Lieder auf Hochzeiten. Nichtsdestoweniger enthält er aber Zeilen wie "I'm not what you need" – „Ich bin nicht das, was Du brauchst“ und ist daher eher ein Song über das Ende einer Beziehung. Ein weiteres Beispiel für einen Song mit romantischem Titel, der jedoch einen eher schmerzlichen Text hat, ist "Nothing compares to you" von Sinead O'Connor. Hören Sie sich deshalb den ganzen Song an und nicht nur den Refrain. Oder noch besser: Lesen Sie sich die Texte durch! Diese lassen sich leicht googeln. Suchen Sie nach dem Titel und dann nach „Lyrics“ (Songtext). Oftmals gibt es im Internet auch deutsche Übersetzungen englischer und anderssprachiger Songtexte, die das Verständnis erleichtern können. Das Lesen der Liedtexte kann Ihnen ebenfalls behilflich sein, den passenden Song zu finden, weil vielleicht der Inhalt Ihre Gefühle füreinander besonders schön ausdrückt.

 

3. Bleiben Sie in Ihrer Komfortzone

Der Hochzeitstanz sollte ein Moment sein, der ihre Liebe und Zuneigung füreinander ausdrückt, und muss nicht unbedingt eine bühnenreife Aufführung wie aus einem Musical sein. Wenn Sie nicht das Paar sind, das große Auftritte und Rampenlicht liebt, bleiben Sie bei einem Tanz und einer Musik, bei der Sie sich beide wohlfühlen. YouTube ist voll von unterhaltsamen Hochzeitstanz-Videos, die beim Zuschauen viel Vergnügen bereiten – aber das ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Der Hochzeitstanz sollte Ihre Beziehung reflektieren und nicht, was andere auf YouTube vormachen. Wenn Sie sich zu sehr außerhalb ihrer Komfortzone bewegen, werden Sie sich unwohl fühlen und sehen beim Tanzen nicht wirklich glücklich aus. Für welchen Stil Sie sich auch entscheiden, wählen Sie einen, an den Sie sich gern mit einem Lächeln erinnern und nicht dabei schaudern.

 

TIPP

Bedenken Sie, dass sich nicht jede Musik zum Tanzen eignet. Ihre Auswahl sollte sowohl unter Berücksichtigung Ihrer Vorlieben als auch der Eignung zum Tanzen getroffen werden. Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, suchen Sie lieber mehrere Songs als Alternativen aus, und senden Sie Ihrem Tanzlehrer einen Link zu Ihrer Musikauswahl oder bringen Sie eine Kopie davon (CD, USB oder Smartphone) zur Unterrichtsstunde mit. Ein Profi kann Ihnen innerhalb weniger Minuten sagen, welcher Titel geeignet ist, und Ihnen realistische Vorschläge machen, wie beziehungsweise was man am besten dazu tanzen kann.

 

Wählen Sie ein Tempo, das nicht allzu langsam oder besonders schnell ist. Viele Menschen glauben, langsame Musik sei leichter tanzbar. Das stimmt allerdings nur bedingt. Ein sehr langsames Tempo erfordert viel musikalischen Ausdruck und technische Finesse, damit der Tanz interessant und schön aussieht. Sehr schnelle Musik erfordert wiederum in der Regel einiges mehr an Übung und ist auch in einem langen, schweren Brautkleid nicht so einfach zu tanzen.

 

In einem gewissen Umfang lässt sich das Tempo des Musikstücks technisch anpassen und schneller oder langsamer aufnehmen, so dass man kaum einen Unterschied zum Original hört. Das kann unter Umständen effizienter sein als Ihre Tanzfertigkeiten an das Tempo anzupassen. Selbst eine kleine Änderung des Tempos kann manchmal schon hilfreich sein. Sprechen Sie Ihren Tanzlehrer, DJ oder einen Profi-Musiker darauf an. Achten Sie dann aber unbedingt darauf, genau diese Version auf Ihrer Hochzeitsfeier dabei zu haben. Es kann sonst eine böse Überraschung geben.

 

Eine weitere Möglichkeit sind Coverversionen Ihres Wunschsongs, die vielleicht einen anderen Rhythmus oder eine andere Geschwindigkeit haben und besser zum Tanzen geeignet sind. Manche Songs wirken sehr viel schöner ohne Gesang und die Instrumental Versionen können wundervoll zur Stimmung beitragen. Auch hier können Ihnen das Internet (z.B. Spotify), Ihr DJ und Ihr Tanzlehrer bei der Suche helfen.

 

Seien Sie vorsichtig damit, etwas allzu Trendiges zu wählen. Es könnte sein, dass Ihre Kinder später in Gelächter ausbrechen, wenn Sie ihnen das Video von Ihrem Hochzeitstanz zeigen. Denken Sie daran, dass es einen Grund hat, dass manche Lieder und Tänze zeitlos sind.

 

Wenn Sie sich vielleicht schon für einen bestimmten Tanzstil entschieden haben (z.B. Walzer, Salsa, Rumba oder etwas Anderes), dann brauchen Sie natürlich auch eine Musik im entsprechenden Tempo und der richtigen Taktart (Walzer z.B. kann man nicht auf einen 4/4-Takt tanzen, Salsamusik passt nicht zu Foxtrott und ein flottes Tempo nicht zu Rumba). Fragen Sie am besten Ihren Tanzlehrer, ob Musik und Tanzstil zusammenpassen.

 

Wählen Sie möglichst ein Lied mit einem einfachen gut zu hörenden Takt. Idealerweise sollte es den Takt und das Tempo durchgängig beibehalten. Tempo und Taktwechsel sind tänzerisch nicht einfach umzusetzen und bedürfen einiger Erfahrung und Routine.

 

Für welches Hochzeitslied und welchen Tanz haben Sie sich entschieden?

 

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